Spielgruppen (Vorkindergarten) für Kinder ab 2 Jahren
Die Spielgruppen mit jeweils acht Kindern finden im Hof Raaf sowie im Evangelischen Gemeindezentrum
(Ramershovener Straße) statt. In den Spielgruppen ist eine von acht Müttern (Vätern, Omas etc.) als
„helfende Mutter“ neben der Erzieherin dabei.
Gegen 9 Uhr stapfen die ersten Paar Kinderfüße zum Gruppenraum. Schnell werden Jacke und
Straßenschuhe
aus- und Rutschsocken oder Hausschuhe angezogen. Nun noch den Rucksack mit dem Frühstück an den
richtigen Platz stellen und Mama „tschüß“ sagen (was meist problemlos verläuft). Schade,
die jüngeren
Geschwisterkinder wären zu gerne geblieben.
Jetzt kann es losgehen: Bauen wir die schöne Holzeisenbahn auf oder spielen wir lieber mit den vielen
Autos und dem Parkhaus? Manche ziehen es vor, ruhig am Tisch zu sitzen und eine Perlenkette aufzuziehen,
ein Puzzle zum x-ten Mal zu legen oder ein buntes Bild mit dem Steckspiel zu entwerfen. Das Hammerspiel
ist bei allen Kindern gleichermaßen beliebt.
Gegen halb zehn sind endlich alle Kinder eingetroffen und wir haben einen Riesenhunger und einen schrecklichen
Durst. Wer hilft den Tisch zu decken? Mal sehen, wer das leckerste Brot mitgebracht hat. Das Frühstück der
anderen ist meist viel interessanter als das eigene. Aber schon bald haben die Ersten ihren Hunger gestillt und
packen ihre Dosen und Becher ein und spielen wieder, nur möglichst leise, damit alle in Ruhe zu Ende frühstücken
können. Doch dann ist es endlich soweit, die helfende Mutter bzw. Vater hat das Geschirr abgeräumt und
abgewaschen. Wir basteln, schneiden, kleben oder malen mit Fingerfarbe oder Wasserfarbe (dazu haben wir vorher
einen Malerkittel angezogen). Anschließend müssen natürlich gründlich die Hände gewaschen werden.
Na ja, zur Toilette gehen passiert selbstverständlich zwischendurch, und Windeln werden bei Bedarf auch gewechselt.
Jetzt wollen wir aber noch das Duplohaus bauen, und die Garage für das Auto darf auch nicht fehlen. Manche Jungen
sausen lieber mit den Feuerwehr- oder Polizeiautos rund um Tische und Stühle oder kommen mit Kranken- oder
Abschleppwagen zu Hilfe, wenn die Brücke oder die Häuser eingestürzt sind. Andere Kinder wieder lassen sich lieber
ein Bilderbuch vorlesen oder fahren die Puppe im Puppenwagen spazieren.
Jetzt ist es aber Zeit, dass wir alle zusammen aufräumen, denn wir wollen noch kneten. Die Knete-Pizza und die
Plätzchen oder Brezeln werden in den Backofen geschoben. Wieder ist herrliches Händewaschen angesagt.
Es ist schon 11 Uhr und jedes Kind stellt seinen Stuhl in den Stuhlkreis. Dann stürmen wir auf die Tenne und spielen,
toben, schreien und rennen. In unserem Gruppenraum machen wir Musik auf unseren Instrumenten, spielen und singen,
gehen auf die Löwenjagd oder führen unseren Dackel Waldemar aus. Wir wirbeln als kleiner Kreisel herum oder
verwandeln uns im Hund, Katze, Elefant oder Biene. Peter hat seinen Hammer mitgebracht, und oft auch seine Säge.
Ist es wirklich schon halb 12? Wir singen unser Abschiedslied: „Wir gehen jetzt nach Haus - wir freuen uns auf das
nächste Mal doch jetzt gehen wir nach Haus.“ Oder „Alle Leut“. Da steht auch schon Mama an der Tür und wir zeigen
ihr unser schönes Bild. „Tschüß, bis zum nächsten Mal!“
Eine besondere Form der Spielgruppen stellen unsere Waldgruppen dar. Eine ausgebildete Erzieherin geht mit
bis zu 8 Kindern (und einem helfenden Elternteil) in den Stadtwald, wo die Kinder die großen und kleinen
Naturwunder entdecken oder einfach an verschiedenen Stellen im Wald spielen können. Die Kinder bestimmen
das Lauftempo.
Plakat Waldgruppe
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